Ein Investitionsabzugsbetrag kann gem. § 7g EStG gebildet werden bei Betrieben, die mehr als 100.000 Euro Gewinn erzielen. Darüber hinaus dürfen Investitionsabzugsbeträge in einer Summe von maximal 200.000 Euro vorliegen. Investitionsabzugbeträge werden außerhalb der Einnahmeüberschussrechnung bzw. außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung gebildet werden. Sie sind zulässig bei Betrieben, die zum Vorsteuerabzug berichtigt sind in Höhe von 40% des Nettobetrages die angeschafft werden, wobei die Wirtschaftsgüter des beweglichen Anlagevermögens angeschafft werden müssen. Zum Anlagevermögen gehören Vermögensgegenstände die der dauerhaften Nutzung zugänglich sind, d.h. die nicht bei einer einmaligen Nutzung untergehen wie z.b. von der Hilfs- und Betriebsstoffen etc. Wenn die Wirtschaftsgüter innerhalb der nächsten 3 Jahre angeschafft werden, ist der Investitionsabzugsbetrag außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung bzw. außerhalb der Einnahmeüberschussrechnung aufzulösen. Der Steuerpflichtige hat das Wahlrecht eine 40 prozentige Sonderabschreibung vorzunehmen. Damit wurde, sobald die Sonderabschreibung voll ausgenutzt wird die außerbilanzielle bzw. außerhalb der Einnahmeüberschussrechnung vorgenommene Hinzurechnung kompensiert und es würde keine höhere Steuerbelastung vorliegen. Eine Sonderabschreibung von 40% kann allerdings auch auf die Jahre verteilt werden.

Bis zum Jahr 2016 war die Funktionalität zu beachten. d.h. es musste bei Bildung des Investitionsabzugsbetrags genau angegeben werden, für welches Wirtschaftsgut ein Investitionsabzugsbetrag gebildet wird. Sobald dieser Gegenstand nicht angeschafft wurde, d.h. soweit ein nichtfunktionsgleicher Vermögensgegenstand angeschafft wurde, musste der Investitionsabzugsbetrag im Jahr der Bildung aufgelöst werden. Dieses war die Voraussetzung für die Bildung des Investitionsabzugsbetrags die rückwirkend weggefallen ist. Der Gewinn im Jahr der Bildung des Investitionsabzugsbetrags musste korrigiert werden, die Steuer nachgezahlt und verzinst werden. Dieses hat sich im Jahr 2016 geändert. Die Funktionalität ist nicht mehr gegeben, d.h. es gibt keinen Funktionszusammenhang mehr, d.h. bei Bildung des Investitionsabzugsbetrags muss nicht mal angegeben werden, für welchen Vermögensgegenstand der Investitionsabzugsbetrag konkret gebildet wird.

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